Die Apple Vision Pro war nie tot, und seit der WWDC26 wissen wir: sie ist lebendiger denn je

Die Abgesänge auf die Apple Vision Pro existieren seit ihrem Erscheinen und nahmen mit der Zeit stetig zu. Manch einer betrachtet das Produkt als tot. Faktisch ist es das nicht.

Ich kann heute ohne Probleme eine Apple Vision Pro kaufen. Direkt bei Apple. Im Herbst erfolgt ein Software-Update auf visionOS 27. Tot ist anders. Und die diesjährige WWDC zeigte, dass das Thema Spatial Computing bei Apple weiterhin stark im Fokus steht. Ein Blick auf die veröffentlichten Sessions genügt:

Das ist nur ein kleiner Auszug. Und bereits mehr, als tvOS erhalten hat. So viel Engagement und Support für eine tote Plattform? Wohl kaum. Und das, wo das gegenwärtige Hype-Thema KI bereits so viel Platz für sich beansprucht.

Ja, die Apple Vision Pro in ihrer gegenwärtigen Form ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es ist kein Massenprodukt. Aber es ist technisch beeindruckend und für die anvisierte Zielgruppe herausragend. Es ist Apples erstes konkretes Produkt in seiner Kategorie. Und es ist offensichtlich, dass die Entwicklung weitergeht, auch wenn der Fokus gegenwärtig (verständlicherweise) bei Apple eher auf Apple Intelligence und Siri liegen wird. Doch die Apple Vision Pro und ihr gesamtes Konzept des Spatial Computings sind lebendig. Die diesjährige WWDC unterstreicht das.

Ich denke, dass wir hier einen Vorgeschmack auf die Zukunft des Spatial Computings bekommen. Denn Apple gibt diesen Bereich offensichtlich nicht auf. Sie entwickeln visionOS und zugehörige Frameworks aktiv weiter. Das ist ein klares Signal. Und ich halte es deshalb für wahrscheinlich, dass Apple langfristig weitere Hardware auf Basis dieser Plattform entwickeln wird. Nicht als Ersatz für die Vision Pro. Sondern als Ergänzung.

Mit dem Abgesang auf die Vision Pro sollte man gegenwärtig also vielleicht noch ein wenig warten. tvOS ist die ganz klar totere Plattform, und niemand spricht vom Ende des Apple TV, oder?